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Alpakawanderung auf der Hohen Wand

Als es Ende Februar wieder so eisig kalt und schön winterlich geworden ist hatte ich die Idee, dass ein kleiner Spaziergang auf der Hohen Wand sicher fabelhaft sein könnte. Zufällig habe ich dann auf der Homepage des Naturparks gesehen, dass es jeden ersten Sonntag im Monat eine Alpaka- und Lamawanderung gibt. Alpakas finde ich ja total süß und verstehe gar nicht, wieso diese Tierchen noch keinen Hype, wie z. B. beim Einhorn, ausgelöst haben. Nachdem der erste Sonntag im Monat schon das kommende Wochenende sein sollte habe ich gleich mal angerufen und den Platz für zwei Erwachsene reserviert. Sonntag um 10:30 war also der Treffpunkt für die Wanderung. Oh Gott. Um diese Zeit bin ich üblicherweise noch nicht mal aus dem Bett, aber was tut man nicht alles für ein Erlebnis.


Achtung! Es folgt nun eine Bilderflut von herzallerliebsten Alpakas und Lamas. Für ein dahinschmelzen wird keine Haftung übernommen.


Am Wochenende bezahlt man für die Fahrt auf die Hohe Wand einen kleinen Betrag pro Auto und pro Person in diesem Auto. Bei uns war der Preis für 2 Erwachsene und 1 Auto bei 5,90€ und meiner Meinung nach wirklich ok. Mit diesem „Eintrittspreis“ darf man dann auch den Streichelzoo und den Skywalk besuchen. Für die Alpaka- und Lamawanderung bezahlt man einen Unkostenbeitrag von 4€ pro Person. Ob man für Kinder den gleichen Preis bezahlt oder weniger habe ich leider nicht gefragt.

Insgesamt stehen 3 Alpakas und 3 Lamas für die Wanderung zur Verfügung. Pro Familie/Gruppe bekommt man ein Tier welches man sich selbst aussuchen darf. Kinder werden natürlich bei der Auswahl bevorzugt. Zu Beginn wurde von der Tierpflegerin erzählt, dass die Alpakas im Teenageralter und die Lamas eher im Pensionistenalter sind und sich dementsprechend auch verhalten. Eigentlich wollte ich ja auch ein Alpaka, aber leider war dann am Schluss nur noch ein Lama frei. Chico sollte uns also die nächsten 1,5 Stunden begleiten. Oder haben wir Chico begleitet? Auf jeden Fall war er auch total süß und absolut zutraulich.

Eigentlich ist ein alter Pensionist für uns untrainierten Geschöpfe sowieso besser. Als wir den Hügel im Schnee raufspaziert sind merkte man deutlich, dass die Alpakas deutlich jünger waren als die Lamas da diese richtig losgestürmt sind während die Lamas eher am Schluss gegangen sind. Bei unserem Chico schien es, als wäre er der fürsorgliche Aufpasser. Er wollte prinzipiell nie jemanden überholen und wartete immer, dass auch das letzte Tier vor ihm ging.

Auf geht’s

Hin und wieder musste man ihn zwar bitten, da er doch immer wieder mal an einem Baum gehalten hat und daran knabbern wollte, aber einmal kurz an der Leine ziehen oder ihm gut zusprechen und schon ging es weiter. Die Tierpflegerin erklärte uns, dass das auch absolut in Ordnung ist und sie sich so die Zähne putzen.

Auch mal kurz streicheln war absolut kein Thema. Sowohl Lamas, als auch Alpakas, lassen sich gerne am Hals streicheln. Also dort wo sie auch am flauschigsten sind. Zu Hause habe ich ja einiges an Alpakawolle und dachte auch immer, dass Alpakas bei weitem weicher sind als Lamas aber das täuscht definitiv. Während sich Lamas so samtig weich wie Maulbeerseide anfühlt sind Alpakas am Hals zwar auch flauschig, aber mit mehr Wirbeln und gefühlt etwas fester.

Im zweiten Drittel des Weges kamen wir dann auch beim Rothirschgehege vorbei und machten eine ganz kleine Pause damit auch die Hirsche etwas zu Futtern bekamen. Die Kinder, die in unserer kleinen Wanderrunde mit waren, durften dabei sogar mit und das Futter verteilen.

Kurze Pause

An der unteren Seite des Geheges trafen wir dann auch auf die ganzen Hirsche die bereits bei der Hauptfutterstation gewartet haben. Hier kann man Futter für die Tiere kaufen und bekommt einen Kübel voll mit Haferkörner, die man den Hirschen das ganze Jahr geben darf.

Da unsere Alpakas und Lamas aber auch bereits ganz brav waren haben wir von der Pflegerin auch für jedes Tier einen Kübel mit Hafer bekommen. Fast hätte man glauben können, dass sie noch nie etwas zu essen bekommen haben, so wie alle gleich zu den Kübeln gestürmt sind. Und selbst als diese bereits fein säuberlich ausgeleckt waren haben es sich ein paar freche Tiere nicht nehmen lassen den Hirschen etwas aus deren Futterstelle zu stibitzen.

Selfie-Time

Nach der kurzen Verschnaufpause für Alt und Jung ging es dann auch schon wieder zurück zum Startpunkt beim Streichelzoo. Ein kleines Selfie mit meinem neuen Buddy Chico musste allerdings natürlich schon sein. Ist ja klar.

Die jungen Alpakas wollten das aber nicht auf sich sitzen lassen und deswegen gab es dann auch noch ein passendes mit der Gang. Hier sieht man, dass das Fell der Alpakas fester und etwas buschiger ist. Hätte ich tatsächlich wirklich nicht gedacht.

Am Ende der Runde wurde dann noch gefragt ob noch jemand einen Lamaführerschein haben möchte. Blöde Frage. Natürlich möchte ich einen Lamaführerschein, ist doch klar. Den bekommt man allerdings nur, wenn man vom Lama nicht angespuckt wird. Haha. Tatsächlich ist es so, dass weder Lamas, noch Alpakas, wirklich spucken. Außer natürlich sie wittern Gefahr oder jemand will ihnen ihr Essen streitig machen. Es gibt nämlich auch unter diesen sechs eine Rangordnung und da dürfen die Jungtiere nicht einfach frech von der Seite kommen sonst wird gespuckt.

Bevor wir die Hohe Wand verlassen haben, wollten wir noch schnell auch die anderen Tiere besuchen. Außerdem hatten wir noch ein paar Karotten mit, die wir nicht wieder nach Hause nehmen wollten.

Und wie man sieht sind auch die anderen Tiere sehr gierig wenn es ums Essen geht. Kaum haben sie gemerkt dass jemand kommt sind sie auch schon zum Zaun und haben sich um den Platz gestritten damit ja der andere nichts mehr abbekommt. 

Fazit

Die Wanderung dauert insgesamt ca. 1,5 Stunden und ist für Kinder ab ca. 4 Jahren gut geeignet. Zumindest wenn sie es gewohnt sind, auch mal die 1,5 Stunden unterwegs zu sein. Die Tiere können auch von diesen kleinen Hasen ohne Probleme geführt werden und es hat den Kindern, die in unserer Gruppe waren, auch wirklich Spaß gemacht. Die Wanderung selbst ist nicht schwer und durch den Spaß mit den Tieren und der Fütterung dazwischen fällt es gar nicht auf. Im Schnee wird man dann zusätzlich zur Wanderung mit der wunderschönen Landschaft belohnt und für insgesamt 13,9€ (2 Personen, 1 Auto Eintritt + Wanderung) ist es auch absolut ok.

Man sollte sich allerdings rechtzeitig dafür anmelden. Die Führungen sind üblicherweise nämlich nur um 14:00. Da diese Zeit aber schon voll war wurde offenbar noch eine weitere Zeit eingeschoben. Sonst hätten wir 1 Monat warten müssen.

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